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Innenausbau ausdrucken

Änderung Holzdicke

Holzdicke mm

Tipp

Da es u.U. schwierig sein kann, das Leistenmaterial passend einzukaufen, finden Sie hier einen Tipp, wie Sie den korrekten Wabenabstand trotzdem hinbekommen:
FAQ: Breite der Anfangsstreifen-Trägerleisten

Bezugsquellen

Die Anfangsstreifen-Leisten sind Teil des Innenausbau-Sets, das von Mellifera e.V. angeboten wird. Auch Mittelwände sind hier erhältlich:


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weitere Bezugsquellen

Bauanleitung: Innenausbau

Die Bienenkiste

Bauanleitung: Innenausbau

Letzte Bearbeitung: 15.04.2013
© Erhard Maria Klein (alle Rechte vorbehalten)
Quelle: www.bienenkiste.de


alle Maßangaben in mm, Holzstärke 25 mm

So sieht der fertige "Innenausbau" aus. (Auf dem Foto sind nur zwei der zwölf Anfangsstreifen-Trägerleisten eingelegt.)

Anfertigung der Anfangsstreifen-Trägerleisten

Sie benötigen insgesamt 24 Wachsstreifen im Format 300 × 20 mm. Schneiden Sie mit einem Pizza-Rollmesser von den 200 mm hohen Mittelwänden jeweils einen 20 mm breiten Streifen ab. (Sie benötigen von den verbleibenden 180 mm hohen Mittelwänden 12 Stück für den Honigraum. Bewahren Sie diese für später auf.) Schneiden Sie von den übrigen zwei Mittelwänden insgesamt weitere 10 Streifen ab. Alle Streifen werden auf 300 mm gekürzt. Die Wabenorientierung auf den Streifen sollte so sein, dass die Spitze des Wabenmusters nach unten zeigt.

Fertigen Sie aus jeweils zwei Rechteckleisten (L7) und zwei Wachsstreifen eine Anfangsstreifen-Trägerleiste: Bohren Sie durch eine der Leisten gleichmäßig verteilt an fünf Stellen Löcher (Ø 1,5 mm). Je zwei Anfangsstreifen werden hintereinander zwischen die Leisten gelegt, und die Leisten werden mit Nägeln (N1) verbunden. Vorne und hinten bleiben ca. 15 mm frei, damit die Trägerleisten auch unter die Querleisten geschoben werden können. Beim Zusammenbau müssen Sie darauf achten, dass es keinen Versatz zwischen den beiden Leisten gibt, damit sie später gut in die Kiste passen.
Bohren Sie die Löcher ungefähr an folgenden Positionen vor: je 30 mm vom Rand entfernt, genau in der Mitte der Leiste und jeweils ein Loch dazwischen. Von einer Seite aus gemessen ergibt das Löcher an ungefähr folgenden Positionen: 30, 170, 315, 455, 600 mm. Diese Positionen müssen Sie nicht ausmessen! Es reicht, wenn Sie die fünf Löcher gleichmäßig über die Leiste verteilen. Bohren Sie vorsichtig ohne zu viel Druck, denn der dünne Bohrer kann schnell abbrechen.

Tipp: Im Modellbau gebräuchliche Spiralbohrer mit einem dickeren Schaft brechen nicht so schnell ab. (z.B. Micro-Spiralbohrer Ø 1,6 mm, Proxxon Micromot System).

Achten Sie beim Nageln darauf, dass die Wachsstreifen von den Holzleisten auf der gesamten Länge gut festgeklemmt werden.

Tipp: Legen Sie zunächst nur einen Streifen zwischen die Leisten und schlagen Sie einen der Rand-Nägel ein. Anschließend legen Sie den zweiten Wachsstreifen ein und schlagen den zweiten Rand-Nagel ein. Jetzt positionieren Sie die beiden Wachsstreifen im Zentrum korrekt und schlagen den mittleren Nagel ein. Zum Schluss werden die verbleibenden beiden Nägel eingeschlagen. Die Anfangsstreifen sollten bei Zimmertemperatur verarbeitet werden. Wenn sie zu kalt sind, brechen sie leichter.

Anfertigung der Querleisten

Die mittlere Querleiste ist ein flaches T-Profil, das aus den Leisten L1 und L2 zusammengesetzt wird. Die hintere Querleiste ist ein "halbes T-Profil" (also ein "L") und wird aus den Leisten L1 und L3 zusammen gesetzt. Verschrauben (je 4 mal S6, Löcher vorbohren) und verleimen Sie die Leisten gut. Die Schrauben(köpfe) dürfen auf der Seite, wo die Leisten innen das Dach berühren, nicht herausschauen. Verschrauben Sie entweder von der anderen (breiten) Seite ausgehend oder achten Sie darauf, dass die Schraubenköpfe vollständig versenkt sind (Senklöcher bohren). An alle Querleisten wird eine Phase geschliffen (s. Querschnitt-Skizze).

(Wenn Sie über eine Fräse verfügen, können Sie auch Holzleisten mit einem Querschnitt von 30 × 20 bzw. 40 × 20 nehmen und dann die 10 mm Nuten herausfräsen.)

Durch die hintere Querleiste wird in der Mitte (ca. 215 mm) ein Loch (Ø 3 mm) gebohrt (s. Querschnitt-Skizze) um sie an den Kisten-Deckel von innen mit einer Schraube anheften zu können, wenn keine Leisten im Honigraum sind.

Anfangsstreifen-Trägerleisten einsetzen

Drehen Sie die offene Kiste auf den Rücken und legen Sie die fertig zusammengebauten Anfangsstreifen-Trägerleisten ein, so dass sie an das Stirnbrett stoßen. Bringen Sie die vordere Querleiste (L4) von innen an das Stirnbrett an (3 Schrauben S4, vorbohren, nicht verleimen), so dass sie als Auflage für die Trägerleisten dient.
Legen Sie die mittlere Querleiste (T-Profil L1/L2) ein und verschrauben Sie die mittleren Auflageleisten (L6) von außen.

Wichtig: Nur die Auflageleisten werden verschraubt. Die mittlere Querleiste muss beweglich bleiben und wird alleine von den Auflageleisten gehalten. Die Auflageleisten müssen von außen verschraubt werden. Wenn später einmal Brutwaben entnommen werden müssen, können Sie die Haltekonstruktion durch das Lösen dieser vier Schrauben ganz einfach entnehmen.

Bohren Sie 4 Löcher in die Seitenwände (Ø 3,5 mm):
a (Abstand vom vorderen Rand der Seitenwand): 665 mm
b (Abstand vom Rand des Dachs): 95 mm
c (Abstand vom unteren Seitenrand): 70 mm
d (Abstand vom hinteren Rand der Seitenwand): 385

Halten Sie die Auflageleisten zunächst an die richtige Position und bohren Sie dann mit einem kleinen Bohrer (Ø 2 mm) durch die Löcher in der Seitenwand Löcher in die Auflageleisten vor. Anschließend verschrauben Sie die Auflageleisten von außen (S7). Wenn Sie dafür Edelstahlschrauben nehmen, gibt es weniger Probleme, falls die Schrauben irgendwann mal wieder gelöst werden müssen.

Die Kiste ist etwas breiter als nötig um Fertigungstoleranzen und Quellen und Schwinden des Holzes auszugleichen. Schieben Sie die Anfangsstreifen-Trägerleisten zusammen, so dass keine Lücken mehr zwischen den Leisten sind. Die Waben müssen einen Abstand von 35 mm haben! Klemmen Sie ggf. ein wenig Pappe oder Holzkeile rechts und links zwischen Leisten und Kistenwand, dass sie sich nicht mehr verschieben können. Später, wenn die Bienen ihre Waben gebaut haben, ist alles festgebaut und verkittet und kann sich nicht mehr bewegen.

Anschlag hinten

Setzen Sie die hintere Querleiste zusammen mit den hinteren Auflageleisten (L5) ein. Bei Inbetriebnahme einer neuen Bienenkiste bleibt der hintere Bereich zunächst leer und wird mit einem Trennschied abgetrennt (s.u.). Die Leisten müssen aber dennoch schon eingebaut werden. Sie dienen außerdem zusätzlich als Anschlag für die Rückwand.

Bohren Sie 4 Löcher in die Seitenwände (Ø 3,5 mm):
a (Abstand vom hinteren Rand der Seitenwand): 40 mm
b (Abstand vom Rand des Dachs): 95 mm
c (Abstand vom unteren Seitenrand): 70 mm

Damit die hintere Querleiste nicht von den Auflageleisten rutschen kann, so lange noch keine Mittelwände eingesetzt sind, wird sie mit einer Schraube (S4) fixiert. Dazu wird in der Mitte ein Loch (Ø 3 mm) durch die hintere Querleiste gebohrt. Befestigen Sie zunächst also die hintere Querleiste mit dieser einen Schraube und gehen Sie dann genauso vor, wie beim Einbau der mittleren Auflageleisten.

Trennschied vorbereiten

Drehen Sie zwei Schrauben S4 so in die oberen beiden Ecken des Trennschieds, dass es in die Nut der mittleren Querleiste gehängt werden kann (vorbohren). Lassen Sie die Schrauben ca. 9 mm herausstehen (s.a. Skizze oben).

Fertig!

Setzen Sie den Boden, das Trennschied und die Rückwand ein. Die Bienenkiste ist nun dafür bereit, mit einem Bienenschwarm besiedelt zu werden ...

Tipp: Wiegen Sie die leere, aber fertig ausgestattete Kiste einmal und notieren Sie das Gewicht. Das erleichtert es Ihnen später, den Wintervorrat abzuschätzen.