Überblick

Die Netto-Arbeitszeit pro Jahr bei einem Bienenvolk liegt bei schätzungsweise zwölf Stunden.

Da viel Zeit davon "Rüstzeit" ist (Smoker anfeuern, Ausrüstung holen und wegräumen), ist der Betreuungsaufwand pro Volk bei mehreren Bienenkästen geringer.

Der überwiegende Teil der Arbeit fällt in die Monate Mai bis Juli.

Es ist nicht so günstig, längere Urlaube zwischen Mitte Mai und Mitte Juni zu planen. Wenn man dennoch länger wegfahren will oder muss, ist es gut, wenn man einen anderen Bienenkisten-Imker darum bitten kann, mal nach dem Rechten zu sehen.

(Diese Website wird zur nächsten Bienensaison 2010 die Möglichkeit bieten, sich über Bienenkisten-Imker in der Nähe zu informieren.)

ausführliche Betriebsanleitung

In unserem Bienenkisten-Blog werden ab sofort alle notwendigen jahreszeitlich bedingten Arbeitsschritte begleiten und alle auftretenden Fragen und Probleme ausführlich erörtern.

Betreuung im Jahreslauf

Die Bienenkiste

Betreuung im Jahreslauf

Letzte Bearbeitung: 05.01.2010
© Erhard Maria Klein (alle Rechte vorbehalten)
Quelle: www.bienenkiste.de


Übersicht über die einzelnen Arbeitsschritte

Was ist zu tun und wie viel Zeit muss man investieren?

Winter
Die Bienen überwintern im vorderen Teil der Kiste. Das hintere Drittel ist durch ein Trennschied abgegrenzt. Im Winter sind keine Arbeiten notwendig (und möglich). Die Bienen bleiben sich selbst überlassen und zehren von ihren Honigvorräten. Wir können zwischen November und April "vergessen", dass wir überhaupt Bienen haben. Der Winter ist aber eine gute Zeit, die Mittelwand-Leisten vorzubereiten (ca. 1 Stunde Arbeit). Außerdem könnten wir aus dem Wachsüberschuss Kerzen herstellen.

Frühjahr
Zum Beginn der Obstblüte (Mitte/Ende April) wird das Trennschied heraus genommen und geschaut, ob das Bienenvolk gut über den Winter gekommen ist. In den hinteren leeren Raum werden 12 Mittelwände gehängt. Dazu muss die Kiste einmal geöffnet werden. (0,5 Stunden)

Schwarmzeit (Mai und Juni)
Wir kontrollieren die Bienen ca. einmal pro Woche, um zu sehen, ob sie vielleicht schwärmen wollen. Dazu wird die Kiste geöffnet und die Unterseite des Wabenwerks wird nach den charakteristischen Königinnenzellen abgesucht.
Falls ein Volk im Schwarmstimmung kommt, können wir den voraussichtlichen Schwarmzeitpunkt anhand des Aussehens der Schwarmzellen ermitteln. Wenn das Volk schwärmen will (das passiert ca. alle 1-2 Jahre einmal), lohnt es sich öfter mal im Garten vorbei zu schauen und die Nachbarn zu informieren, die Augen offen zu halten.
Der Schwarm (eine Hälfte des Bienenvolks und die Bienenkönigin) hängt sich in der Nachbarschaft in einen Baum und bleibt dort 1-2 Tage, um sich dann eine neue Behausung zu suchen. Der Rest der Bienen bleibt im Kasten und zieht sich eine neue Königin heran. Es ist also nicht schlimm, wenn wir den Bienenschwarm nicht einfangen können. Das Bienenvolk im Kasten verjüngt sich auf diesem Wege. Wenn wir den Schwarm einfangen können, dann haben wir ein weiteres Bienenvolk und können noch eine Bienenkiste besetzten. (Da es auch mal passieren kann, dass ein Bienenvolk im Winter eingeht, ist es gut mindestens zwei Völker zu haben.)
Wenn wir den Bienenschwarm nicht selbst brauchen, dann gibt es andere Bienenkisten-Imker, die einen Schwarm brauchen und dankbar dafür sind. (Wir richten im kommenden Jahr eine Schwarmbörse ein, die die Vermittlung von Bienenschwärmen organisiert.)
Im Mai und Juni muss man mit ca. einer halben Stunde Arbeit pro Woche rechnen (2 Stunden pro Monat), ggf. zzgl. der Zeit, um sich um einen Schwarm zu kümmern (ca. 2-3 Stunden)

Honigernte
Je nach Vegetationsbedingungen kann im Juni oder Juli der Honig geerntet werden. Am Vorabend der Honigernte werden die von vorne bis hinten durchgehenden Waben am hinteren Drittel mit einem Messer durchgeschnitten. Am nächsten Tag können wir die Honigwaben einfach an den Trägerleisten entnehmen.
Die Waben werden von den Trägerleisten abgeschnitten, kleingehackt und durch ein Filtertuch laufen gelassen, das Wachs und Honig voneinander trennt. (2-3 Stunden Arbeit plus die Zeit, den Honig in Gläser zu füllen und ggf. vorher cremig zu rühren)
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Sommer-Varroa-Behandlung
Erste Varroa-Behandlung: Nach der Honigernte stellen wir in den hinteren (jetzt freien) Raum für einige Tage den Nassenheider Verdunster mit Ameisensäure. Anschließend setzen wird das Trennschied wieder ein. (1 Stunde Arbeit)
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Einwinterung
September: Wir schätzen die Honigvorräte ab. Notfalls ergänzen wir die Vorräte mit einer Zuckerlösung.
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So bald es so kalt wird, dass die Bienen kaum noch fliegen, bringen wir am Flugloch ein Drahtgitter an, das verhindert, dass Mäuse im Winter in die Bienenkiste gelangen können.
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(Je nach dem, ob gefüttert werden muss, oder nicht: 0,5 bis 2 Stunden Arbeit)

Winter-Behandlung mit Oxalsäure
Zweite Varroa-Behandlung: Mitte/Ende November öffnen wir den den Bienenkasten ein letztes Mal und träufeln eine Oxalsäure-Lösung in die Wabengassen. (0,5 Stunden)
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