aktuelle Blog-Artikel
- "Bären lieben Honig"
(vor 8 Tagen geändert) - Was die Natur wert ist
(am 9.1. hinzugefügt) - Varroa-Kontrolle
(am 3.11. hinzugefügt) - Hanse-Umweltpreis 2009
(am 3.11. geändert) - Honigernte mit Hinz&Kunz(t)
(am 27.1. geändert) - Grüße von Prof. Tautz
(am 18.9. geändert) - Urban Beekeeping
(am 18.9. geändert) - Letzte Vorbereitung auf den Winter
(am 18.9. geändert) - Wabe abgerissen
(am 17.9. geändert) - ältere Blog-Artikel...
Bienenkisten-Blog

Bienenkisten-Blog
Letzte Bearbeitung: 06.02.2010
© Erhard Maria Klein (alle Rechte vorbehalten)
Quelle: www.bienenkiste.de
Winterfürsorge
Mittwoch, 30.12.2009
Jetzt im Winter müssen die Bienen alleine zurecht kommen. Aber es gibt trotzdem noch ein paar Dinge, die wir für sie tun können:
Die Bienen sollen jetzt auf keinen Fall mehr gestört werden. Nach der Oxalsäure-Behandlung wird die Kiste nicht mehr geöffnet. Achten Sie außerdem darauf, dass der Wetterschutz nicht durch den Wind klappern kann. Auch sollte nichts anderes gegen die Kisten schlagen können (z.B. Äste). Störungen führen dazu, dass die Bienen mehr Vorräte verbrauchen und möglicherweise an Ruhr ("Durchfall") erkranken.

Winterruhe am Bienenstand
Die Bienen haben keine Probleme mit niedrigen Temperaturen und können sich selbst bei zweistelligen Minusgraden problemlos warmhalten. Es ist sogar gut, wenn es bereits im November längere Kälteperioden gibt, damit sie frühzeitig das Brutgeschäft einstellen. Eine Brutunterbrechung ist sehr wichtig für die Gesundheit der Bienenvölker. Wenn sie nicht brüten, verbrauchen sie außerdem weniger Vorräte. Damit die Bienen frühzeitig aus der Brut gehen, sollten sie im Herbst noch nicht "warm eingepackt" werden. Aber bereits im Januar kann es sein, dass sie wieder ein kleines Brutnest anlegen, das sie warmhalten müssen. Weil die Bienenkiste eine sehr große Dachfläche hat, ist es in dieser Zeit gut, eine zusätzliche Wärmeisolierung anzubringen:
Wärmeisolation

Wolldecken schützen vor Kälte Bringen Sie die Wärmeisolation erst nach einer längeren Kälteperiode mit Frost an, bzw. spätestens zur Jahreswende. Verwenden Sie Materialien, die atmen können (auf keinen Fall Styropor, Noppenfolie o.ä.)! Nehmen Sie z.B. alte Wolldecken, Weichfaserplatten, Filz oder auch dicke Wellpappe und legen Sie diese auf das Dach. Diese Abdeckung darf natürlich nicht nass werden.

Auf die Decken kommt der Wetterschutz Achten Sie darauf, dass der Regenschutz die Isolationsschicht vollkommen abdeckt und sie sich nicht mit Wasser vollsaugen kann.
Kontrollgänge
Wer neugierig ist, ob es den Bienen gut geht, kann gelegentlich (nicht jeden Tag!) das Ohr an die Kiste pressen und hört ein ganz leichtes Rauschen. Wenn man dann einmal gegen das Holz klopft, brausen die Bienen kurz auf und werden sofort wieder leise. (Bleiben sie länger unruhig oder sind sie generell lauter als Nachbarvölker, dann kann es sein, dass das Volk "weisellos" ist. Das bedeutet, dass es seine Königin verloren hat. Was man in einem solchen Fall tun kann, erkläre ich ein anderes Mal.)
Achten Sie darauf, dass bei starkem Schneefall das Flugloch nicht komplett zuschneit.
Es ist normal, dass hunderte von Bienen über Winter sterben. Wegen der Kälte und des Mäuseschutzgitters können sie von den Bienen nicht ausgeräumt werden. Im Extremfall können sich so viele tote Bienen innen vor dem Mäuseschutzgitter ansammeln, dass es verstopft wird. In diesem Falle sollten Sie das Gitter einmal herausnehmen und die toten Bienen mit dem Bienenbesen herausfegen, bevor Sie es wieder einsetzen.
Weiter zum Video Winterfürsorge...
Übersicht aller Blog-Artikel...
