Puderzuckermethode bei den mo:ma-Bienen

Im aktuellen Filmbericht vom Dach des ZDF-Hauptstadt- Studios wird die Puderzucker-Methode ebenfalls gezeigt.
Video in der ZDF-Mediathek anschauen...

Bienenkisten-Blog

Die Bienenkiste

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Letzte Bearbeitung: 23.09.2011
© Erhard Maria Klein (alle Rechte vorbehalten)
Quelle: www.bienenkiste.de


Varroadiagnose mit Puderzucker

Dienstag, 06.09.2011

Bienen baden in Puderzucker
Bienen baden in Puderzucker

Es gibt ein neues Verfahren der Varroadiagnose, das wesentlich genauer ist, als die Methode mit dem Varroaboden. Außerdem benötigt man keinen Vorlauf, sondern kann jederzeit sofort den Milbenbefall bestimmen.

Ich beginne gerade, mit dem Verfahren erste Erfahrungen zu sammeln und will - sofern es sich bewährt - eine Anleitung für die Bienenkiste verfassen.

Wer befürchtet, dass sein Bienenvolk stärker mit Varroamilben belastet ist, oder wer einfach experimentierfreudig ist, kann es gerne schon mal ausprobieren und mir Rückmeldungen geben.

Die Grundidee ist einfach: Man nimmt eine repräsentative Bienenprobe und badet diese in Puderzucker. Die Milben können sich nicht länger an den Bienen festhalten und fallen ab. Anschließend zählt man die Milben und kann viel sicherer und genauer Aussagen über die Milbenbelastung und die Notwendigkeit einer Varroabehandlung treffen.

Offizielle Anleitung

Abwandlung und Tipps für Bienenkisten-Imker

Die erste Frage, die sich stellt, ist natürlich: wie bekomme ich 50g Bienen aus der Bienenkiste? Das geht ganz einfach: Kippen und öffnen Sie die Kiste ganz normal. Am Boden sitzen bei einem kräftigen Volk eher 100-150g Bienen. Nehmen Sie eine Plastik-Kiste (z.B. die von der Ernte) oder eine Plastik-Schüssel, die groß genug ist, dass man das Bodenbrett hineinstellen kann und stoßen Sie einmal kräftig auf. Alle Bienen fallen in die Kiste. Plastik-Kiste einmal auf der Ecke aufstoßen, dass alle Bienen sich in einer Ecke sammeln. Nun können Sie die Bienen in den Schüttelbecher kippen.

In der Anleitung wird ein Urinbecher als Messbecher empfohlen. Ich habe darauf verzichtet und kippe die Bienen direkt in den Schüttelbecher und wiege ihn anschließend. (Vorher natürlich das Leergewicht des Schüttelbechers bestimmen!) Wenn deutlich mehr als 50g Bienen im Becher sind, sollte man einen Teil wieder herausschütten, bevor man weitermacht.

Das Gitter für den Schüttelbecher sollte möglichst weitmaschig sein, ohne dass die Bienen durchpassen. Es gibt Gitter für Varroaböden im Imkereibedarf. Ansonsten müssten Sie mal schauen, was es so im Baumarkt gibt (Maschenweite ca. 2 - 2,5mm)...

Man soll ca. 35g Puderzucker (gesiebt) pro 50g Bienen verwenden. Wenn man mit einem Esslöffel den Zucker aus der Packung löffelt, dann sind das ca. 3 gehäufte Esslöffel. Ich habe ein Schnellsieb zum Sieben verwendet. Man kann den Zucker auch vorher mit einem Küchensieb durchsieben.

Ich finde es sehr lästig, den Puderzucker nach dem Herausschütten noch mal zu sieben, um die Milben zu finden. Wenn man ihn in eine Schüssel schüttet und dann einfach mit Wasser auflöst, wird er durchsichtig und man sieht die Milben im Wasser schwimmen. Wenn es viele sind, kann man dann die Flüssigkeit ja noch mal durch ein Küchensieb schütten und dann in Ruhe zählen, ohne dass die Milben durcheinander schwimmen.

Auch wenn es etwas brutal wirkt, überstehen die Bienen die Prozedur gut. Wenn man fertig ist, werden die Bienen einfach in den hinteren Raum der Bienenkiste gekippt.

Video

Ein etwas provisorisches Video von meinem ersten Versuch:

Fotogalerie

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Eine Variante des Schüttelbechers: Statt ein Gitter einzukleben verwende ich einen "Clip&Close" Becher von Emsa (2 Liter).
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