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Bienenkisten-Blog

Die Bienenkiste

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Letzte Bearbeitung: 26.03.2012
© Erhard Maria Klein (alle Rechte vorbehalten)
Quelle: www.bienenkiste.de


Bienenkiste zusammen bauen

Montag, 26.03.2012

Viele Anfänger bauen in diesen Tagen ihre Bienenkiste zusammen. Folgende Frage hat mich heute von Andreas erreicht:

Ich habe die Bienenkiste jetzt mit den Trägerleisten für die Anfangsstreifen ausgestattet. Nun ergeben sich mir ein paar kleine Fragen:
1) Die T-Profilleiste (Anlage, roter Pfeil) sitzt sehr locker. Nun könnte ich die von außen festschrauben. Allerdings scheint die Auflageleiste hinten fest montiert zu sein. Wie kriegt man dann später die Leisten für den Honigraum rein (ich weiß, das ist erst nächstes Jahr dran, aber ich will's mir dann nicht unnötig erschwert haben).
2) Die Leisten haben ein Spiel von ca. 8 mm (blauer Pfeil). Sollte ich den Abstand zu Außenwand dort mit einer entsprechenden Leiste ausfüllen?
3) Die Trennwand wird offensichtlich eingehängt, ist daher auch relativ locker. Ist es ratsam, sie mit zwei Schrauben zu fixieren?

Zusammenbau der Bienenkiste
Zusammenbau der Bienenkiste

Die einzelnen Elemente des "Innenausbaus" sind so montiert, dass man sie später - wenn Die Kiste voller Waben und Bienen ist - dennoch ohne große Probleme auseinander bauen und sogar Waben im Brutbereich entnehmen kann. Die Kiste darf nach dem Zusammenbau außerdem nur noch waagerecht oder mit dem Flugloch nach unten transportiert werden. Wenn die Kiste später geöffnet wird, dann wird sie stets hinten angehoben und über die Stirnseite gekippt und aufrecht gestellt. Bei dieser Art der Handhabung, kann eigentlich die mittlere Querleiste mit dem T-Profiel nicht herausfallen.Die Konstruktion hat absichtlich etwas Spiel, um des feuchtigkeitsbedingte Quellen und Schwinden zu kompensieren.

Anderseits wäre es aber eine der größten denkbaren Komplikationen, wenn die Trägerleisten im laufenden Betrieb herausrutschen und ich kenne eine Imkerin, der genau das passiert ist. Daher würde ich Pappstreifen (ggf. mehrere Lagen) zwischen den seitlich verschraubten Auflageleisten und dem T-Profil klemmen, so dass es nicht mehr klappert. Auf keinen Fall darf die Leiste von innen verschraubt werden. Sonst bekommt man sie später - wenn die Bienen ihre Waben gebaut haben - nur noch mit viel "gefrickel" wieder raus.

Das seitliche Spiel der Trägerleisten zur Außenwand ist einerseits nicht so tragisch, weil die Leisten nicht rausfallen können, anderseits soll aber der Wabenabstand von 35 mm möglichst nicht überschritten werden. Ich würde an Deiner Stelle die Leisten an eine Seite schieben und dann in die Lücke etwas Pappe stecken. Du könntest zwei Pappstreifen zu zwei kleinen Rolle mit 8-10mm Durchmesser aufrollen und dann vorne und hinten in die Lücke stecken. Man kann das aber auch einfach so locker lassen und nach dem Aufstellen der Bienenkiste noch mal das Trennschied rausnehmen und die Leisten von hinten auf eine Seite schieben. Da die Kiste vorerst nicht mehr bewegt wird, verschieben sich auch die Leisten nicht mehr. Später haben die Bienen alles mit Wachs und Propolis verkittet und es bewegt sich sowieso nichts mehr.

Die hintere Querleiste ist mit einer Schraube angeheftet. Sie dient vorerst nur als Anschlag für das Rückbrett. Ohne diese Schraube würde die Querleiste rausfallen, wenn man die Kiste aufrecht stellt. Bei eingestezten Honigraumleisten (im Folgejahr), kann das nicht mehr passieren. Diese Schraube wird also vor dem Einsetzen der Honigraum-Leisten heraus- und erst später nach der Honigernte wieder hineingedreht. Zu diesen Zeitpunkten ist der hintere Raum leer und man kann problemlos mit dem Schraubenzieher hantieren. Es ist also kein Problem, dass diese Leiste von innen angeschraubt ist.

Das Trennschied wird nur locker eingehängt. Da die Kiste entweder waagerecht steht, oder aber nach vorne gekippt wird, kann es im Regelbetrieb eigentlich nicht rausfallen. Die neuen Bienenkisten haben aus Fertigungsgründen keine heraus stehenden Schrauben mehr, sondern einen eingeschlagenen Drahtbügel. Du kannst den Drahtbügel ggf. noch etwas mit einem Schraubenzieher heraushebeln, wenn er nicht weit genug heraus steht. Und Du kannst ihn vielleicht etwas nach unten biegen, damit er gut in den Falz hinein fasst. Wer sich unsicher ist, ob der Drahtbügel gut hält, kann ihn ggf. ganz rausziehen und doch noch zwei Schrauben eindrehen, wie es die Bauanleitung vorschlägt. Das Trennschied darf auf keinen Fall verschraubt werden, weil man es gelegentlich herausnehmen muss. Anderseits muss es aber auch so sicher eingehängt werden können, dass es nicht "von alleine" rausfällt.


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